Als W.-Quelle gilt ein Brünnlein am Nordabfall des Iseler (Kühgundkopf, Allgäuer Alpen) bei der Wiedhag-Alpe. Nach dem Verlassen des Gebirges fließt die W. ziemlich geradlinig nach Norden und parallel zum Lech, in den sie nach einer Laufstrecke von ca. 133 km in A. mündet. Das Stadtgebiet durchfließt sie 13,1 km lang. Die durchschnittliche Wassermenge liegt erheblich unter der Wasserführung des Lechs (18 m3/s. gegenüber 80 m3/s.). Bei der Gögginger W.-Brücke zweigt ein Fabrickanal ab, der als W.-Kanal bzw. Senkelbach der Energiegewinnung dient; linksseitig wird ein ehem. Mühlbach über Pfersee und Oberhausen abgeleitet (W.-Kanäle). Ähnlich wie der Lech hatte die W. als Alpenfluß eine schnelle, wechselnde Wasserführung. Vor der Regulierung gab es häufig Überschwemmungen. Inzwischen ist die Flußstrecke durch den Bau von Wehren in eine Abfolge von Stauseen umgewandelt und der gesamte Lauf verkürzt worden. Der Flußname tritt in verschiedenen Formen (virdo, virda) auf und wird unterschiedlich gedeutet. Er kann auf lateinisch 'viridis', d.h. grünes (Wasser) zurückgehen oder vom Keltischen abgeleitet sein und 'kräftig, schnell' bedeuten. Im 10./11. Jh. tritt die dt. Form 'Wertahe(a)', 'Wertha' auf.
Kurze W.-Straße (Stadtjägerviertel, Stpl. I 8), W.-Straße (1874, Rechts der W., Stadtjägerviertel, Stpl. I 7/8).
Wimmer, Die W., 1905; Schnetz, J., Flußnamen des Bayerischen Schwabens, 1950, 24 ff.; Scheuenpflug, L., Die W. und ihre Geschichte in Landschaft und Natur, in: Der Lkr. A. 1, 1993, 136-139.
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