Joseph, getauft 20.4.1728 Imst (Tirol), † 6.8.1769 A., Freskant, Maler, Entwerfer für Kupferstecher
Von: Dr. Gode Krämer (Stand: 26.08.2010)
Nach erstem Unterricht durch lokale Maler und Unterweisung in Architektur und Perspektive durch Franz de Paula Penz Studium an der Wiener Akad. Danach Wanderschaft bis Stuttgart und Straßburg, wohl über A. 1751 Bürgerrecht und Heirat mit der Tochter des Malers J. G. Rothbletz. Seine Tochter Maria Theresia (1756-1772) war eine bekannte Email-Malerin, eine Technik, die auch M. beherrscht haben soll. Hauptwerke außerhalb A.s: Pfarrkirche Ebersmünster/Elsaß (1759, modello im Diözesanmuseum Freising), Klosterkirchen Altomünster (1768) und Oberschönenfeld (1769, modello in den StK A., Inv. Nr. 3789). Die Fresken im Chor von kath. Hl. Kreuz wurden ebenso zerstört wie die bewunderten Fassadenmalereien an verschiedenen Häusern A.s. Erhalten sind ein Deckenfresko im Haus Ulrichsplatz 13 (’Madonna von den Erdteilen verehrt’, 1772), zwei Altarbilder im Kreuzgang von kath. Hl. Kreuz, zwei Ölskizzen und eine Zeichnung in den Städtische Kunstsammlungen A.
Stetten, Kunst 1, 328 f.; Thieme-Becker 22, 555; Barockgalerie, 172; Bushart, B., Fresken von J.M. und Johann Joseph Anton Huber in der Klosterkirche von Oberschönenfeld, in: Kloster Oberschönenfeld, 1995, 73-84.
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