Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Lechfeldschlacht

Von: Prof. Dr. Georg Kreuzer (Stand: 25.08.2010)

  • Nach der Chronik Thietmars von Merseburg (II,10) fand die L. des Jahres 955 am Laurentiustag (10.8.) statt. Ruotger datiert sie in seiner Vita des Kölner Ebf.s Brun (cap. 3) auf den 9. Aug. Bf. Ulrich von A. band die ungarischen Scharen, indem er mit Umsicht seine Bf.-Stadt verteidigte. Als Berchtold, Sohn des Regensburger Pfalzgrafen Arnulf, von der Reisensburg (Günzburg) her in das Lager der Ungarn kam und meldete, daß ein Heer unter Kg. Otto I. von Westen her anrücke, brachen diese die Belagerung A.s ab und zogen dem dt. Heer entgegen. Deshalb dürfte das Haupttreffen beider Heere im Nordwesten von A. stattgefunden haben. Die Ungarn, die entgegen ihrer sonstigen Kampfesweise die offene Feldschlacht gesucht hatten, wurden vernichtend geschlagen. In regelloser Flucht versuchten die besiegten Heerhaufen nach Osten zu entkommen, wo sie allerdings an den Flußübergängen erwartet und weitgehend aufgerieben wurden. Die gefangenen ungarischen Fürsten wurden in Regensburg gehenkt. Durch diesen epochalen Sieg erlangte Otto I. eine kaisergleiche Stellung. Die Ungarn ließen sich endgültig in der pannonischen Tiefebene nieder und öffneten sich der Mission der römischen Kirche.

Regesten, 124 (mit Nachträgen); Scherff, B., Studien zum Heer der Ottonen und ersten Salier, 1985, 50-97; Gerhard von A., Vita Sancti Uodalrici, 1993, 192-203; Weitlauff, M., Bf. Ulrich von A., in: Bf. Ulrich von A., 1993, 117-128.



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