Franz Thaddäus, * um 1693 Schwaz (Tirol), † 1773 A., Silberarbeiter, Silberhändler
Von: Dr. Hannelore Müller (Stand: 25.08.2010)
1719 Meisterrecht in A.; mehrmals Vorgeher der Zunft und Geschaumeister. Mitte des 18. Jh.s einer der produktivsten und gesuchtesten Meister, der anscheinend ausschließlich kath. Kirchengerät schuf. Vom schlichten Kelch bis zur steingeschmückten Prachtmonstranz (z.B. für den A.er Dom 1751) und großen Altar- und Prozessionstragefigur (z.B. Ehingen, Meßkirch) konnte seine Werkstatt alle Aufträge technisch einwandfrei, funktionell, in eleganter Façon und mit modernstem Dekor ausführen. Zu seinen Auftraggebern zählten die österreichischen Stifte Admont und Wilten bei Innsbruck. Für die Hofkirche in Dresden lieferte er Altarkreuz und Altarleuchter. Daß jedoch auch das profane Silber, mit dem L. handelte (z.B. ein Service für den Grafen von Parma) aus seiner Werkstatt stammte, darf bezweifelt werden.
Schröder, A., A.er Goldschmiede, in: AGHA 4 (1929), 577-579; Rathke-Köhl, 71, 90, 97, 145, 156; Hering-Mitgau, M., Barocke Silberplastik in Südwestdtld., 1973, Nr. 56, 63; BBB Erg.-Bd., 99; Seling 3, 2118, 2118*.
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