(Jakobervorstadt-Süd, -Nord, Amtlicher Stadtplan K 8)
Von: Dr. Peter Stoll (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)
Hauptachse der ältesten Augsburger Vorstadt, der Jakobervorstadt, markiert den Verlauf der Ausfallstraße nach Osten, die früher durch das Barfüßertor und an St. Jakob vorbei die Stadt verließ. Erste Ansiedlungen im 13. Jahrhundert; auch nachdem die Jakobervorstadt im 15. Jahrhundert in den städtischen Mauerring (Stadtbefestigung) einbezogen worden war, wies sie bis ins 16. Jahrhundert nur an dieser Straße eine dichte Bebauung auf. In ihrem östlichen Teil hatte sich bis ins frühe 20. Jahrhundert ein aus verschiedenen Stilformen gemischtes Ensemble bürgerlicher Baukultur erhalten, von dem heute nur noch Reste vorhanden sind. Bis zur Jahrhundertwende diente die Jakoberstraße als Markt für das über die Lechkanäle in die Stadt transportierte Holz. Ab 1883 bis in die 1930er Jahre wurde sie für die Dult genutzt.
Robert Pfaud, Das Bürgerhaus in Augsburg, 1976; Ernst Piper, Der Stadtplan als Grundriß der Gesellschaft, 1982, 98 f.; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994.
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