Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Augsburg AG

Von: Prof. Dr. Peter Guggemos (Stand: 18.02.2010)

  • Im Zuge des Machtwechsels in Augsburg im Jahr 2002 reifte der Wunsch, eine zugleich wirkungsvolle wie kostengünstige neue Wirtschaftsförderungsarchitektur zu realisieren. Diese Architektur sollte drei Stränge umfassen: Erstens eine Gesellschaft zur Durchführung von Veranstaltungen und Messen, die die bis dato selbstständige Messegesellschaft und die in städtischer Obhut verwaltete Kongresshalle umfasste. Zweitens eine Institution zur Bestandspflege und zur Förderung von Neuansiedlungen, inklusive der Verwaltung städtischer Liegenschaften bzw. Firmengrundstücke, und drittens eine Abteilung Regionalmarketing, die sich um ein kohärentes Regionalkonzept mit gemeinsamer Herausarbeitung lokal-regionaler Stärken und Schwächen, lokaler Identität nach innen und außen, sowie um das internationale Außenmarketing kümmern sollte. Zugleich war vorgesehen, Unternehmen in eine Kooperationsstruktur mit einzubinden, um kooperative Wirtschaftsförderung betreiben zu können. Mit der Umsetzung dieser städtischen Tochterstruktur wurde Gerhard Leypoldt betraut. Ihm zur Seite stand als zweiter AG-Vorstand zunächst Dr. Wolfgang Hübschle, später Andreas Thiel. Im Aufsichtsrat der AG wirkten neben Oberbürgermeister Wengert drei Stadträte und zwei Vertreter der Wirtschaft mit. Von Anfang an verfolgte die Augsburg AG konsequent ihre Ziele, machte sich an die Sanierung der Messe und platzierte Augsburg versiert als Messestandort. Das Missverhältnis zwischen den sehr hohen Erwartungen an die Augsburg AG und dem bescheidenen Budget wie der zwar sehr engagierten aber quantitativ durchweg bescheidenen Personaldecke führte zu anhaltenden öffentlichen Kontroversen im Stadtrat wie in den Medien, an deren Ende Leypoldt aus der Augsburg AG ausschied und die neue Stadtregierung die bisherige Struktur zerschlug und die Teilfunktionen neu aufteilte. Die Trägerschaft der Stadt bzw. der Augsburg AG für das Asienbüro wurde 2009 aufgegeben, die öffentlich schwer zu kontrollierende AG-Struktur in mehrere GmbHs umgewandelt.



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