Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Gögginger Turm

(Römerturm)

Von: Dr. Heinz Münzenrieder (Stand: 28.9.2009)

  • Der Turm (Pavillon) im heutigen Seyssel’schen Gartengut am Klausenberg wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch den Augsburger Bankier Georg von Miltenberg errichtet und ist seit 1990 im Besitz der Stadt Augsburg. Zwischen 2005 und 2007 wurde er renoviert und damit vor dem Verfall gerettet. Möglich wurde dies u. a. durch das zu Gunsten der Marktgemeinde Göggingen bzw. der Stadt Augsburg als deren Rechtsnachfolgerin ausgereichtes Erbe des Gögginger Gärtners Carl Nagel. Es wird vermutet, dass der Pavillon auf den Fundamenten des 1462 im Städtekrieg zerstörten Gögginger Wappenturms (Marktgemeindewappen von 1837) oder gar eines Römerturms errichtet wurde. Der Turm beherbergt heute eine auf Initiative des Augsburger Astronomenkreises konzipierte kleine Ausstellung über Tycho Brahe, der für den Augsburger Bürgermeister Paul Hainzel und dessen Bruder Johann Baptist 1569 das größte Himmelsbeobachtungsgerät der damaligen Welt konstruierte, welches im Hainzel’schen Gartengut – dem späteren Seyssel’schen Gartengut – aufgestellt wurde. Bereits nach vier Jahren wurde es durch einen Sturm völlig zerstört. Ein Modell dieses sog. Augsburger Quadranten ist in der Ausstellung zu sehen.



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