Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Stromberg

Rudolf, * 5.4.1925 Brünn (Brno, CSSR), † 22.4.2008 Trier, Intendant

Von: Günther Grünsteudel (Stand: 28.8.2009)

  • Ab 1945 Studium der Theaterwissenschaft und Theaterpraxis an der Hochschule für Musik und Theater in Stuttgart (1948 Diplom). Nach Tätigkeiten am Staatstheater Stuttgart (1948-1950 Assistent für Regie und Dramaturgie und Schauspieler) und am Nationaltheater Mannheim (1951-1957 u. a. persönlicher Referent des Schauspieldirektors, Schauspieler und Assistent des Oberspielleiters-Musiktheater) seit 1957 Stellvertreter des Intendanten und seit 1959 Intendant der Landesbühne Wilhelmshaven. 1973 wechselte er in gleicher Funktion nach Augsburg, wo er im Musiktheater einen besonderen Schwerpunkt auf die Pflege der Werke Richard Wagners legte. Eine im Frühjahr 1981 komplettierte Aufführung des ‚Ring des Nibelungen’ fand überregionale Beachtung. Im Schauspiel richtete er den Fokus vor allem auf Werke Shakespeares und Brechts. Stromberg engagierte sich außerordentlich für die Freilichtbühne. Auch war er stets auf der Suche nach alternativen Spielstätten. Mit dem ‚Theater mobil’ gingen Künstler in Schulen, Gaststätten, Bürgerzentren und spielten auf öffentlichen Plätzen. Nach seiner mit der Spielzeit 1980/81 zu Ende gehenden Augsburger Intendanz leitete Stromberg das Theater Trier noch bis 1991. Stromberg war Honorarprofessor für Theaterwissenschaft und Theaterpraxis der Universität Trier (Antrittsvorlesung 1992).

Auskünfte des Stadtarchivs Trier; Trierischer Volksfreund, 25.9.1980, 10.10.1980, 4.6.1991, 21.2. und 26.2.1992, 24.4.2008; Claus Zander, Intendant Rudolf Stromberg gestaltete ein gutes Theaterjahrzehnt 1981-1991, in: Ders., Das Theater der Stadt Trier 1945-1995, 2007, 225-238; Rathaus-Zeitung [Trier], 29.4.2008; Deutsches Bühnen-Jahrbuch 117 (2009), 803.


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