Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Wellenburg

(Bergheim)

Von: Prof. Dr. Hans Frei (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Die heutige Schlossanlage auf einem Höhensporn am südwestlichen Stadtrand von Augsburg war im 13. Jahrhundert vermutlich Burg der bischöflichen Kämmerer von Wellenburg. Sie kam über verschiedene Augsburger Familien (Portner, Herwart, Langenmantel, Onsorg) seit 1507 in Teilbesitz des späteren Kardinals Matthäus Lang, der ein 'festes Lustschloß' errichten ließ. 1530 belehnte Kaiser Karl V. seinen Bruder Ferdinand I. mit der Würde des Erzherzogs von Österreich auf einer Wiese bei Wellenburg. Seit 1595 ist Schloss und Herrschaft im Besitz der Fugger, seit 1764 der Fugger-Babenhausen. Mehrfache Um- und Neubauten im 17./18. Jahrhundert Seit 1850 Umgestaltung im Stil der Neugotik, Hauskapelle mit beachtenswerter Ausstattung, z. T. aus dem Kunsthandel erworben. Zum Ensemble Wellenburg gehören auch die stattlichen Ökonomiegebäude am Fuß des Schlossbergs aus dem 17./18. Jahrhunderts. Neubau der Gaststätte mit Biergarten 1990. Ausgangspunkt für Wanderungen und beliebtes Ausflugsziel am Stadtrand.
  • Wellenburger Straße (1909, Göggingen-Nordwest und -Süd, Amtlicher Stadtplan E, F, G, H 11), Zum Fuggerschloss (1973, Bergheim, Amtlicher Stadtplan E 12/13; zuvor: Wellenburger Straße).

Werner Meyer, Burgen und Schlösser in Bayerisch-Schwaben, 1979, 118-122; Wilhelm Neu / Frank Otten, Landkreis Augsburg, 1970, 47 ff.; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 482-488.

Wellenburg



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