Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Tumnau

Eberhard von (Duomnau), * um 1290 ?, † 25.3.1350 Augsburg, Dompropst

Von: Dr. Peter Geffcken (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Entstammt einer Teckschen Ministerialenfamilie. Als ’Magister’ 1312 Kaufzeuge für Kraft von Neidlingen (1333 auch dessen Testamentsexekutor). 1318 immatrikuliert in Bologna (nicht als Kanoniker), seit den 1320er Jahren als Augsburger Domherr und Subdiakon bezeugt; Domkellerer (1332-1335), Archidiakon (1335), dann Dompropst (1337-1350) als Nachfolger Heinrichs von Schönegg. Verdankte seine Wahl wohl der Protektion Ludwigs IV., der ihn 1335 und 1343 zusammen mit Bischof Marquard von Randeck und Ulrich Hofmaier zu Unterhandlungen mit der Kurie nach Avignon entsandte. Von der älteren Literatur als Mutterbruder Bischof Marquards angesprochen, was allein durch die Bezeichnung als dessen ’avunculus’ (Oheim) nicht belegt wird; denkbar ist auch eine Blutsverwandtschaft mit den Neidlingen-Randeck, was u. a. die Jahrtagsstiftung für Domkustos Eberhard von Neidlingen erklären würde. Auch die Bezeichnung als ’patruus’ (Vetter) des Bischofs Walther von Hochschlitz ist ungeklärt. Einer agnatischen Verwandtschaft scheint die Führung unterschiedlicher Wappen zu widersprechen.

Monumenta Boica 35 I, 148, 159; Franz Xaver Glasschröder, Markwart von Randeck, 1888, 3; Friedrich Zoepfl, Das Bistum Augsburg und seine Bischöfe im Mittelalter, 1955, 294-297, 313; Peter Moser, Das Kanzleipersonal Kaiser Ludwigs des Bayern, 1985, 215-217.



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