Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Straßenbahndepot(s)

Von: Prof. Dipl.-Ing. Wilhelm Ruckdeschel / Günther Grünsteudel (Stand: 16.10.2009)

  • Der 1898 errichtete Betriebshof I (Straßenbahnzentrale) war den steigenden Anforderungen räumlich bald nicht mehr gewachsen. 1910 stellte die Gemeinde Kriegshaber als Gegenleistung für die Verlängerung der Straßenbahn kostenlos den Bauplatz für eine Wagenhalle (Ulmer Straße 176) zur Verfügung, die 1911 in Betrieb genommen und 1976 stillgelegt wurde. Die vierschiffige Halle mit Holzstützen, offenem Dachstuhl und breitgezogener Giebelwand (neubarock mit Ovalfenstern und Augsburger Architekturmotiven) wurde 1988 saniert.
  • Nach dem Ersten Weltkrieg erwarb die Stadt den ehemaligen Kopfbahnhof der ersten bayerischen Überlandbahn München-Augsburg (erbaut 1840; Eisenbahn), der zuletzt u. a. als Militärreitschule genutzt worden war, und baute ihn ab 1920 zum Betriebshof II der städtischen Verkehrsbetriebe (Baumgartnerstraße 9-11) aus. In der Mitte der mehrschiffigen Wagenhalle mit gemeinsamer Nordwestfassade die alte, 60 m lange, basilikale Einsteigehalle von 1840 mit Pfeilerarkaden und offener, hölzerner Tragwerkskonstruktion. Im Westen sechsgeschossiger Wohn- und Betriebsturm. Um 2000 bauliche Neugestaltung unter Erhaltung von Mittelhalle und Turm.

Albrecht Sappel, Einmal Königsplatz und zurück, 1981, 73-79; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 96 f., 440 f.

Straßenbahndepot (Ulmer Straße)



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