Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Stiller

(Stihler), Stuckateure, Baumeister

Von: Dr. Uwe Gerd Schatz / Ulrich Kirstein (1) (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Von der verzweigten Wessobrunner Familie waren in Augsburg tätig:
  • 1) Simon, * 5.10.1643 Wessobrunn-Gaispoint, † 14.2.1691 ebenda. Erster nachweisbarer Stuckateur der Familie. Nach eigenen Angaben 24 Jahre Parlier bei Matthias (II) Schmuzer. Am 17.12.1686 Gesuch beim Rat um die Nachfolge seines kurz zuvor verstorbenen Meisters als Beisitzer; Umzug von Göggingen nach Augsburg. Hauptwerke: Türkheim, Pfarrkirche (1678); Kühbach, Klosterkirche (1687/88); vollendete 1686/87 die von Schmuzer begonnene Stuckierung im zweiten Obergeschoss des Prälatenbaus von Heilig Kreuz (1944 zerstört).
  • 2) Matthias, * um 1660, † 7.4.1710 Ettringen. Sohn von 1). Ausbildung zum Stuckateur und Maurer beim Vater. Mit diesem im Prälatenbau von Heilig Kreuz tätig. Hauptwerke: Bad Wörishofen, Pfarrkirche, Umbau und Stuckierung (um 1700); Tussenhausen, Pfarrkirche (1701); Landsberg/Lech, Stadtpfarrkirche (1702/07); Klimmach, Pfarrkirche (1705/08); Schnerzhofen, Wallfahrtskirche, Erweiterung und Stuckierung (1706/08); Memmingen, Kreuzherrenkirche (1709/10). Sein Sohn Michael (* um 1690), vielbeschäftigter Stuckateur und Baumeister im Schwäbischen (aber nicht in Augsburg), führte die Arbeiten des Vaters zu Ende.

Adolf Buff, Die Anfänge der Stuccaturkunst in Augsburg bis in das 18. Jahrhundert, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben und Neuburg 23 (1896), 15-18; Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler 32, 1938, 51; Alois Epple, Die Stiller, in: Ars Bavarica 33/34 (1984), 1-85; Hugo Schnell / Uta Schedler, Lexikon der Wessobrunner Künstler und Handwerker, 1988, 289-297.



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