Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Steidl

Melchior, getauft 10.11.1657 Innsbruck, † 7.8.1727, München, Freskant, Maler, Zeichner

Von: Dr. Gode Krämer (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Ausbildung wohl bei Johann Andreas Wolff und Johann Anton Gumpp in München. 1687 Meisterrecht, 1688 Heirat in München, wo er bis zu seinem Tod lebte. Aufträge in Süddeutschland und Oberösterreich. Mit seinen Lehrern sowie Hans Georg Asam und Nikolaus Stuber gehörte er jener Schule Münchener Freskanten an, die ab etwa 1720/30 von Augsburger Künstlern abgelöst wurde. Führte in Augsburg zwei Aufträge aus: Vor 1706 Deckenbilder im Festsaal (’Versammlung olympischer Götter’) und in zwei kleineren Räumen des heutigen Maximilianmuseums für den damaligen Besitzer, den Kupferstecher Elias Christoph Heiß, wobei die Deckengemälde Pietro da Cortonas für die noch bestehenden Fresken als Vorbild dienten. Um 1715 Freskierung des Mittelschiffs von St. Moritz (1944 zerstört). Beide Aufträge sind quellenmäßig nicht belegt. In den Kunstsammlungen Augsburg zehn Zeichnungen seiner Hand.

Viktoria Meinecke, Die Fresken des Melchior Steidl, Diss. München 1971; Meisterzeichnungen des deutschen Barock, 1987, 376-381.



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