Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Steichele

Antonius von, * 22.1.1816 Mertingen bei Donauwörth, † 9.10.1889 Freising, Kirchenhistoriker, Erzbischof von München und Freising

Von: Dr. Paul Berthold Rupp / Günther Grünsteudel (Stand: 25.8.2009)

  • Sohn eines Rotgerbers. Gymnasium und Lyzeum in Dillingen (1826-1835), anschließend Studium der Theologie in München. 1838 Priesterweihe in Augsburg. 1841 Domvikar und Archivar (bis 1844) in Augsburg, 1844 bischöflicher Sekretär und Geistlicher Rat und 1847 Domkapitular. 1865 Personaladel, 1870 Dr. theol. h. c. der Universität München. 1873 Dompropst sowie Direktor des Allgemeinen Geistlichen Rats. Seit 1878 Erzbischof von München und Freising. Widmete sich mit Eifer der Erforschung der Geschichte des Bistums Augsburg. 1849-1852 erschienen seine ’Beiträge zur Geschichte des Bisthums Augsburg’, 1854-1860 gab er die Zeitschrift ’Archiv für die Geschichte des Bisthums Augsburg’ heraus. Sein Hauptwerk ist die bis heute nicht abgeschlossene Bistumsbeschreibung ’Das Bisthum Augsburg, historisch und statistisch beschrieben’, ein grundlegendes Werk, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Die seit 1861 in Lieferungen erschienenen Bände 2-4 (1864-1883) verfasste er selbst, der zu etwa der Hälfte publizierte Band 5 wurde nach seinem Tod von Alfred Schröder vollendet (1895). Zur Veröffentlichung des Bandes ’Stadt Augsburg’ (Band 1) kam es nicht.

Engelbert Maximilian Buxbaum, Antonius von Steichele, in: Beiträge zur altbayerischen Kirchengeschichte 32 (1979), 85-120; Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben 3, 1954, 406-418; Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder, 1785/1803 bis 1945, 1983, 732-734; Peter Rummel, Antonius von Steichele, in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 23 (1989), 9-26; Anton Landersdorfer, Antonius von Steichele, in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 39 (2005), 323-338.



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