Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Städtische Kunstsammlungen

Von: Dr. Tilman Falk (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Die Städtischen Kunstsammlungen vereinigen die Gesamtheit des beweglichen musealen Kunstbesitzes der Stadt Augsburg. Sie sind zur Zeit untergebracht in drei zu Museen umgestalteten historischen Gebäuden, dem Maximilianmuseum (eröffnet 1855) für die Sammlungen von Plastik und Kunstgewerbe, dem Römischen Museum (1966) in der ehemaligen Dominikanerkirche St. Magdalena für Vor- und Frühgeschichte bis zur Spätantike und dem seit dem Zweiten Weltkrieg für Ausstellungen genutzten, 1958 der Stadt gestifteten Schaezler-Palais für die Sammlungen von Malerei und Graphik sowie für die Verwaltung. Bis zum Zweiten Weltkrieg, den die Sammlungen dank rechtzeitiger Auslagerung ohne wesentliche Verluste überstanden, war der Kunstbesitz größtenteils im Maximilianmuseum konzentriert. Die neue Namengebung und gliedernde Dezentralisierung erfolgte im Zuge des Wiederaufbaus der Stadt. Das Schaezler-Palais enthält außer der Deutschen Barockgalerie und der Graphischen Sammlung die Stiftungen Haberstock, Koelle und Scheinhammer. Aus Raumgründen derzeit nicht zugänglich sind die Münz- und Medaillensammlung, sowie die stadt- und handwerksgeschichtlichen Bestände. Auf bescheidenem städtischen Grundbestand beruhend, der bis ins 19. Jahrhundert im Rathaus verwahrt wurde, haben die Sammlungen erst in den letzten Jahrzehnten einen den reichen künstlerischen Traditionen der Reichsstadt entsprechenden Rang erhalten. Die Besucherzahl der drei Häuser überschritt 1985 erstmals die Grenze von 250.000 Personen.

Kostbarkeiten aus den Kunstsammlungen der Stadt Augsburg, 1967; Museen in Bayern, 21997, 33-36.



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