Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Stadtsparkasse Augsburg

(Hauptstelle: Halderstraße 3-5)

Von: Dr. Richard Merz (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Eröffnung am 2.2.1822 als ’Augsburgische Ersparniss-Kasse mit Verzinsung’, die unter der Regie des Bankiers Johann Lorenz von Schaezler zusammen mit den Wechselhäusern Carli, Süßkind, Wohnlich und Froelich gegrümdet wurde. Zielsetzung der Gründerzeit war es, Augsburger Dienstboten, Gesellen, Lehrlinge und Kinder zu regelmäßigem Sparen (Zukunftsvorsorge) anzuhalten. Ein- und Auszahlungen von Spareinlagen erfolgten anfangs jeden Samstagnachmittag und jeden ersten Sonntag im Monat in der Börse. Im Dezember 1830 Übernahme der Verwaltung durch den Magistrat unter Ausschluss jeglicher Haftung und Verlegung des Geschäftslokals ins Rathaus. Bis 1846 ausschließlich Spareinlagengeschäft bei gleichzeitig unverzüglicher Anlage der Kapitalien bei der königlichen Staatsschuldentilgungskasse, danach auch erste Hypothekenausleihungen. Seit Mai 1852 Übernahme der vollständigen Haftung für alle Spareinlagen durch die Stadt. 1863 Einverleibung der Distriktsparkasse Göggingen. Seit 1876 stand die Stadtsparkasse Augsburg satzungsbestimmt allen Teilen der Bevölkerung offen. 1885 Einführung des Sparmarkensystems, einer Form des Kleinsparens mit Sparmarken und Sparkarten. Infolge vermehrten Geschäftsumfangs 1888 Umzug ins Verwaltungsgebäude I. Mit der Eingemeindung Lechhausens 1913 Übernahme der dortigen Städtischen Sparkasse als Zweigstelle 1. Seit 1911 schriftliche Auszahlungen und Überweisungen. 1917 Eröffnung der Scheckkasse zur Verringerung des Bargeldumlaufs im Ersten Weltkrieg. 1919 Aufnahme des Giroverkehrs. 1923 Erwerb der städtischen Zentralturnhalle (Halderstraße), nach Um- und Ausbauten bis heute Hauptstelle der Stadtsparkasse Augsburg. 1924 Zulassung der Stadtsparkasse Augsburg zur Augsburger Börse. 1926 Anerkennung als gemeinnützige Kreditanstalt, seit 1933 Anstalt des öffentlichen Rechts. 1941 Übernahme der Augsburger Handels- und Gewerbebank (Viehmarktbank) AG. Nach 1945 starke Zweigstellenexpansion. Forcierung des Passivgeschäfts. 1967 Einführung des Sparkassenbriefs, 1971 der Sparkassenobligation. 1958 erster Autoschalter (Hauptstelle) in Bayern. Heute größtes Kreditinstitut Schwabens mit einer Bilanzsumme von ca. 7,1 Mrd. DM und rund 1400 Mitarbeitern (Stand Ende 1996). 37 Zweigstellen, vier Banking-Center und eine Servicestelle im Stadtgebiet.

Richard Merz, Stadtsparkasse Augsburg, 1997.



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