Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Spickel

(Stadtbezirk 11)

Von: Dr. Josef Mančal (Stand: 27.7.2009)

  • Benennung nach der ehemaligen Gaststätte Spickel, deren Name wiederum auf das keilförmige Landstück zwischen Lech und Lechkanal zurückgeht (Spickel = Gegenstand in Keilform). Die ehemalige Bezeichnung ’Gartenstadt Spickel’ rührt von einer städtebaulichen Konzeption her, die in Augsburg erstmals ab 1907 von Sebastian Buchegger im Thelottviertel verwirklicht wurde und die die Architekten Gottfried E. Bösch und Joseph Weidenbacher nach 1918 auch im Spickel realisierten. Der Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg sollte durch Privatinitiativen und genossenschaftlichen Wohnungsbau abgeholfen werden. Die beiden Architekten schlugen eine Siedlung mit Ein- bis Sechsfamilienhäusern samt Gartenanteil vor. Am 26.12.1918 wurde auf genossenschaftlicher Basis die Gartenstadt-Gesellschaft gegründet. 1937 umfasste die Siedlung bereits 426 Häuser und 3362 Bewohner. Der Stadtbezirk Spickel umfasst 304,84 ha und zählte am 1.1.2006 2625 Einwohner.
  • Spickelstraße (1879, Spickel, Amtlicher Stadtplan M 10/11).

Joseph Weidenbacher / Gottfried E. Bösch, Gartenstadt Augsburg-Spickel, in: Augsburger Rundschau 1 (1918/19), 9 f., 163 f., 459-463, 469-474, 505-508, 517-520, 531-533; Mechthild Berger / Astrid Debold-Kritter, Das Ortsbild von Augsburg, 1989, 62.



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