Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Sigmund Franz

Erzherzog von Österreich, * 18.(?) oder 27.11.1630 Innsbruck, † 25.6.1665 ebenda, Bischof von Augsburg 1646-1665

Von: Prof. Dr. Peter Rummel (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1635-1662 Erwerb von acht Domherrenpfründen im Reich. Schon 1641 Koadjutor in Augsburg mit Nachfolgerecht. Durfte laut päpstlicher Wahlbestätigung von 1641 erst 1655 die weltliche und 1660 die geistliche Leitung in Bistum und Hochstift übernehmen. Empfing weder die Priester- noch die Bischofsweihe. Die geistlichen Funktionen übernahm Weihbischof Kaspar Zeiler, die Jurisdiktion übten die Administratoren Johann Rudolf von Rechberg und Johann Christoph von Freyberg aus. 1653-1665 Bischof von Gurk, 1660-1665 erwählter Bischof von Trient. Trat nach dem Tod seines Bruders Ferdinand 1662 die Nachfolge in Ober- und Vorderösterreich an und entschied sich nach Resignation auf die Bistümer zur Eheschließung mit Hedwig Augusta von Sulzbach. Starb noch vor Eintreffen der Braut in Innsbruck bei einem Jagdausflug. Begraben in der Jesuitenkirche in Innsbruck.

Peter Rummel, Zur Geschichte des Augsburger Fürstbischofs Sigmund Franz, in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 19 (1985), 7-45; Joachim Seiler, Das Augsburger Domkapitel vom Dreißigjährigen Krieg bis zur Säkularisation, 1989, 558-564; Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1648-1803, 1990, 460-462; Handbuch der bayerischen Kirchengeschichte 2, 1993, 357-360.

Bischof Sigmund Franz



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