Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Siegelhaus

Von: Dr. Wolfram Baer (Stand: 5.1.2012)

  • Im Siegelhaus am Weinmarkt (Maximilianstraße) wurde die amtliche Kontrolle von Wein, die Siegelung der Fässer und die Erhebung des Ungelds vollzogen. Nachdem das alte Siegelhaus wegen Baufälligkeit abgebrochen worden war, erhielt Elias Holl den Auftrag für einen Neubau. Er schuf ab 1604 einen dreiachsigen Giebelbau, der zunächst mit dem Stadtwappen geschmückt werden sollte, anstelle dessen 1606 aber Hans Reichles Bronzeadler (gegossen von Wolfgang Neidhart; seit 1927 im Maximilianmuseum) realisiert wurde. Über dem Hauptportal wurde ein römisches Kalksteinrelief eingesetzt, das Holl aus den Fundamenten der Barfüßer-Kirche geborgen hatte und das das Verladen von Weinfässern zeigte. Um freie Sicht auf St. Ulrich und Afra zu erreichen und wohl auch aus verkehrstechnischen Gründen wurde das Siegelhaus mit den dahinter liegenden Gebäuden nach langen Verhandlungen 1809 abgebrochen.

Bernd Roeck, Elias Holl, 1985, 104-106; Kerstin Brendel, Ein Bronzeadler wird wieder flügge. Die Restaurierung des Augsburger Siegelhausadlers von Hans Reichle und Wolfgang Neidhart, in: Denkmalpflege-Informationen 2003, 125, 6 f.

Siegelhaus am Weinmarkt



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