Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Siebentischanlagen

Von: Günther Grünsteudel (Stand: 2.7.2013)

  • Landschaftspark (Länge: ca. 1,5 km, Breite: bis zu 250 m, Fläche: ca. 27 ha) zwischen Haunstetter Straße und Lech, im Norden begrenzt von der Baumgartnerstraße, im Osten von Botanischem und Zoologischem Garten, im Süden vom Siebentischwald; im Westen befinden sich Kleingärten und die Sportanlage Süd. 1872 beauftragte die Stadt den königlich-bayerischen Gartenarchitekten Carl von Effner (1831-1884) mit Planungen für eine Parkanlage, die wegen zu hoher Kosten 1874/75 in einer von Stadtbaurat Ludwig Leybold überarbeiteten Version realisiert wurde. Auf Leybolds Vorschlag hin wurde der zwischen dem Roten Tor und den neuen Anlagen bestehende Weg 1876/79 zu einer Allee ausgebaut. Stiftungen, darunter vor allem diejenige Edmund von Schaezlers (1907), dem zu Ehren 1908 im Süden der Siebentischanlagen der Schaezlerbrunnen errichtet wurde, ermöglichten 1902/08 unter Stadtbaurat Fritz Steinhäußer die Erweiterung der Siebentischanlagen nach Westen. 1905 wurde anlässlich des 100. Todestages von Friedrich Schiller die sogenannte Schiller-Runde (eine von großen, runden Steinen umgebene Linde) errichtet. 1914 Bau der Ausflugsgaststätte 'Parkhäusl'. Flächenmäßige Erweiterung ab Mitte der 1950er Jahre (im Westen) und Ende der 1970er Jahre (Süden). Die Landesgartenschau 1985 fand auf dem Gelände des Botanischen Gartens und den angrenzenden Bereichen der Siebentischanlagen statt. Ende der 1990er Jahre musste für den Bau der Schleifenstraße der nördlichste Teil des Parks aufgegeben werden.

M. Waldern, Denkmale und historische Stätten des Siebentischwaldes, in: Augsburger Rundschau 2 (1919/20), 13-16; Augsburger Allgemeine, 31.5.1980; Augsburger Brunnen, 1989, 56 f.; Ruth Baur / Susanne Hoffmann, Die Siebentischanlagen in Augsburg, in: Augsburger volkskundliche Nachrichten 2 (1996) H. 2, 53-59.



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