Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Seysselsches Schlösschen

(Graf Seyssel d’Aixsches Schlösschen, ehem. Bühlersches Gartengut, Klausenberg 20)

Von: Ulrich Kirstein / Redaktion (Stand: 2. Auflage Druckauflage)

  • Um 1650 ließ Daniel Buroner in einer großen Parkanlage ein Landhaus errichten, das 1705 erweitert wurde. Weihbischof Johann Jakob von Mayr ließ um 1750 ein neues, hanglagiges Haus erbauen, das 1786/88 seine klassizistische Formensprache erhielt. Die Innenausstattung stammte von Peter Paul von Ritsch, die architektonische Gestaltung wahrscheinlich von Johann Martin Pentenrieder, der auch das nahegelegene ehemalige fürstbischöfliche Altersheim (Landgerichtsgebäude) errichtete. Die qualitätvolle Stuckornamentik entspricht den Vorgaben des Augsburger Architekturtheoretikers Lukas Voch (1783). Um 1870/80 umfangreiche Veränderungen (u. a. Anbau an das Hauptgebäude, unverputzte Ziegelmauer zur Straßenseite). Kurz vor 1900 von dem aus savoyardischem Adel stammenden Graf Edgar von Seyssel d’Aix (* 19.2.1868 München, † 19.3.1939 Göggingen) erworben, der zugunsten der Gögginger Bürger wohltätige Stiftungen errichtete. Im Garten, dem letzten der ehemals zahlreichen Gartengüter im Westen Augsburgs, befindet sich ein zweigeschossiger Pavillon, der vielleicht auf den Grundmauern des Gögginger Burgturms (Gögginger Turm) errichtet wurde.
  • Graf-von-Seyssel-Straße (1945, Göggingen-Süd, Amtlicher Stadtplan H 11).

Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 288 f.



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