Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Seefried

Irmgard, * 9.10.1919 Köngetried bei Bad Wörishofen, † 24.11.1988 Wien, Opern- und Konzertsängerin

Von: Günther Grünsteudel (Stand: 3.9.2009)

  • Erster Musikunterricht beim Vater, Hauptlehrer in Wörishofen, wo sie auch das Gymnasium besuchte. Seit 1936 Studium am Augsburger Konservatorium (Leopold-Mozart-Zentrum). Staatsexamen 1939 an der Akademie der Tonkunst München. Erste Auftritte der Sopranistin bereits in Augsburg, u.a. ’Rossweise’ [Altpartie!] in Wagners ’Walküre’ im Stadttheater (Theater Augsburg). Seit 1940 Engagement in Aachen. Seit 1943 Mitglied der Wiener Staatsoper, wo sie 1944 in der Festaufführung von ’Ariadne auf Naxos’ zu Richard Strauss’ 80. Geburtstag in der Partie des ’Komponisten’ mitwirkte. Ab 1946 internationale Karriere; bedeutende Mozart-, Strauss- und Liedinterpretin. Regelmäßige Gastspiele an allen wichtigen Opernhäusern der Welt und bei den Festspielen von Salzburg, Edinburgh, Aix-en-Provence und Wien. Heiratete 1948 den Geiger Wolfgang Schneiderhan (1915-2002). Gab 1963 einen Liederabend im Ludwigsbau. Bühnenabschied 1976. Zahlreiche Ehrungen: u. a. Großes Bundesverdienstkreuz (1963), Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper (1969), Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien (1979), Großes Silbernes Ehrenzeichen der Republik Österreich (1979).

Franz Fassbind, Cantabile: Wolfgang Schneiderhan, Irmgard Seefried - eine Künstler- und Lebensgemeinschaft, 1991; Thea Lethmair, Irmgard Seefried, in: Ebbes 6 (1984) H. 6, 27-29; Karl J. Kutsch / Leo Riemens, Großes Sängerlexikon, 1987, 2713 f.; Ergänzungsband, 1991, 1792; Opernwelt 30 (1989) H. 1, 11-14; Lebensbilder aus dem bayerischen Schwaben 15, 1997, 389-399; Augsburger Frauenlexikon, 2006, 141 f.; Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Personenteil 15, 22006, 511 f.



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