Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Schwäbische Volkszeitung

Von: Günther Grünsteudel / Dr. Brigitte Schürmann (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Seit dem 20.9.1891 (Probenummer) erschien mit der in Verbindung mit der ’Münchener Post’ herausgegebenen ’Volkszeitung für Augsburg und Umgebung’ die erste lebensfähige sozialistische Tageszeitung für Augsburg, der einige kurzlebige Versuche vorausgegangen waren. Nachdem 1898 die Augsburger Redaktion zunächst aufgelöst worden war, erschien seit dem 3.4.1900 in Konkurrenz zur ’Münchener Post’ die ’Augsburger Volkszeitung’, herausgegeben von dem Schriftsetzer und SPD-Politiker Hans Rollwagen, mit anfangs zwei und ab 1903 sechs Ausgaben pro Woche. 1905 Namensänderung in Schwäbische Volkszeitung. 1906 ging der Verlag an eine parteieigene Gesellschaft über. 1911 wurden Druckerei und Verlag von der SPD-eigenen Augsburger Buchdruckerei und Verlagsanstalt übernommen. Unter den Redakteuren der Schwäbischen Volkszeitung bis 1933 sind neben Rollwagen vor allem Albert Roßhaupter, Georg Simon und Josef Felder zu nennen; 1917/18 gehörte kurzzeitig Ernst Niekisch dem Mitarbeiterstab an. Am 10.3.1933 wurde die Schwäbische Volkszeitung durch das NS-Regime verboten. Nach dem Krieg erschien sie in kleiner Auflage und mit nur drei Ausgaben pro Woche zwischen 3.9.1949 und 31.12.1966.

70 Jahre Schwäbische Volkszeitung, 1961; Eberhard Riegele, Parteienentwicklung und Wiederaufbau. Die lokale Neugründung und Politik der SPD in den Jahren 1945 bis 1949 am Beispiel der Stadt Augsburg, Diss. Augsburg 1977; H. O. Rollwagen, Hans Rollwagen und die Schwäbische Volkszeitung in Augsburg, in: Von der Klassenbewegung zur Volkspartei, 1992, 82-93; Gerhard Hetzer, Presse und Politik 1890-1945, in: Augsburger Buchdruck und Verlagswesen, 1997, 1139-1147, 1153; W. J. Schütz, Aufbau und Ausbau, in: ebenda, 1168.



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