Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Schröder

(Antoinette) Sophie (geb. Bürger), * 1.3.1781 Paderborn, † 25.2.1868 München, Schauspielerin

Von: Günther Grünsteudel (Stand: 21.12.2011)

  • Als Kind von Schauspielern schon früh Kontakt mit dem Theater. Debüt 1789 in Schwerin, erste Gesangsrolle 1793 in St. Petersburg. Im gleichen Jahr Eheschließung mit dem Direktor des Deutschen Theaters in Reval, Johann Nikolaus Stollmers (* 1764, † 1812), mit dem sie in den folgenden Jahren ein breites Repertoire an Opern- und Schauspielrollen erarbeitete. 1798 längeres Gastspiel am Wiener Hofburgtheater auf Initiative von August von Kotzebue, anschließend Engagement in Breslau. Nach der Trennung von ihrem ersten Mann wechselte sie 1801 (bis 1813) ans Hamburger Stadttheater, wo sie erste tragische Rollen verkörperte. Heiratete 1804 in zweiter Ehe den Schauspieler und Theaterdirektor Friedrich Ludwig Schröder (* 1744, † 1816; aus dieser Ehe ging u. a. die Sängerin Wilhelmine Schröder-Devrient (* 1804, † 1860) hervor. Nach Engagement am Deutschen Theater in Prag (1814/15) 1815-1829 wieder am Burgtheater in Wien. Gastierte 1830 und 1831 u. a. mit Grillparzers Medea, einer ihrer Glanzrollen, in Augsburg. 1831-1835 war sie am Münchener Hoftheater und 1836-1839 nochmals am Burgtheater in Wien engagiert. Lebte danach bis 1855 in Augsburg, wo ihr Sohn Alexander (* 1812) als Offizier stationiert war und gab gelegentlich Gastspiele. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie in München. Bedeutendste deutsche Tragödin ihrer Zeit.

Augsburger Tagblatt, 14.11.1830, 31.12.1831; Constant von Wurzbach, Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich 31, 1876, 321-334; Allgemeine deutsche Biographie 32, 1891, 525-530; Ludwig Eisenberg, Großes biographisches Lexikon der deutschen Bühne im 19. Jahrhundert, 1903, 922-924; Ingeborg-Ursula Keller, Sophie Schröder, Diss. Berlin 1961; Deutsches Theater-Lexikon 3, 1992, 2092; Neue deutsche Biographie 23, 2007, 557 f.


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