Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Schmidt

Walther, * 17.11.1899 Hammelburg / Unterfranken, † 24.4.1993 München, Architekt, Stadtbaurat

Von: Dr. Hermann Kießling / Günther Grünsteudel (Stand: 21.8.2009)

  • 1919-1923 Studium an der TH München, 1926 Staatsexamen (Regierungsbaumeister), 1926-1936 Postbaurat bei der Oberpostdirektion München. 1936-1945 Ministerialrat im Berliner Reichspostministerium. 1945 Architekt in Lindau. 1951-1966 als Stadtbaurat in Augsburg maßgeblich beteiligt am Wiederaufbau der Stadt, deren Nachkriegsgestalt er nachhaltig prägte. Wichtige Bauprojekte: Durchbruchstraße Jakoberstraße-Grottenau (1952/56), Stadtwerke-Gebäude (1953/55; Riedingerhaus), Stadtbücherei (1955/56), Stadttheater (1952/56), Wohnbebauung im Hochfeld (1955/57) und im Wolfram- und Herrenbachviertel (1957/59), Rathaus-Innenausbau (1958/62) sowie eine Reihe von Schulbauten; eine Wiederbebauung des Ludwigsplatzes (Rathausplatz) scheiterte an Bürgerprotesten. Seit 1952 Planung der Grünanlagen am Roten Torwall, am Lueginsland und am Lechufer (ab 1953); Erweiterung des Wittelsbacher Parks (1954/57) und Anlage der Römermauer am Dom (1954). 1969 Dr.-Ing. h. c. der TU Hannover, 1986 Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, 1988 Landesmedaille für Landesplanung und Umweltschutz.

Walther Schmidt, Aufbau nach der Zerstörung, in: Augusta 955-1955, 1955, 435-448; Ders., Neues Bauen in Augsburg, 1955; Hermann Kießling, Der Durchbruch der Bürgermeister-Fischer-Straße in Augsburg, 1975, 7, 99 ff.; Gerhard Rabeler, „Ein Architekt geht übers Feld“, in: Bayerische Akademie der Schönen Künste: Jahrbuch 4 (1990), 10-23; Augsburger Allgemeine, 27.4.1993; Hermann Kießling, Der Goldene Saal und die Fürstenzimmer im Augsburger Rathaus, 1997, 100-134; Walther Schmidt 1899-1993, 2008.



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