Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Schmid

Christoph (Johannes Nepomuk Friedrich) von, * 15.8.1768 Dinkelsbühl, † 3.9.1854 Augsburg, katholischer Geistlicher, Schriftsteller

Von: Günther Grünsteudel / Prof. Dr. Günther Kapfhammer (Stand: 2.9.2009)

  • Sohn eines leitenden Beamten des Augsburger Domkapitels und des Deutschen Ordens in Dillingen. Seit dem Studium in Dillingen lebenslange Freundschaft mit Johann Michael Sailer. 1791 Priesterweihe. Nach Kaplanszeit in Nassenbeuren und Seeg, 1796-1816 Schulbenefiziat in Thannhausen (seit 1809 auch Distriktschulinspektor) und 1816-1828 Pfarrer in Oberstadion (Württemberg). 1826 berief ihn König Ludwig I. als Domkapitular nach Augsburg, wo er das Schulwesen der Diözese leitete. 1837 bayerischer Personaladel. Einer der profiliertesten katholischen Volks- und Jugendschriftsteller, der in der Restaurationsphase nach 1815 große Breitenwirkung erlangte. Seine Werke wurden in zahllosen Ausgaben und Übersetzungen verbreitet. Bekannt waren etwa 'Biblische Geschichte für Kinder' (1801/07), 'Rosa von Tannenburg' (1823), 'Der Weihnachtsabend' (1825) oder 'Lehrreiche kleine Erzählungen für Kinder' (1824/27). Stilistisch vor allem dem Biedermeier zugehörig, sind in seinen Werken Einflüsse der Aufklärung (Sailer) und der Romantik (Stoffe aus dem Mittelalter, Volksbuch etc.) unübersehbar. Textverfasser des Weihnachtsliedes 'Ihr Kinderlein kommet'.
  • Christoph-von-Schmid-Straße (Antonsviertel, Amtlicher Stadtplan H 10; Gedenktafel Karmelitengasse 2).

Christoph von Schmid, Erinnerungen aus meinem Leben, 4 Bde., 1853/57; Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben 5, 1956, 307-343; Christoph von Schmid, Erinnerungen und Briefe, 1968; Hans Pörnbacher, Christoph von Schmid und seine Zeit, 1968; Uto J. Meier, Christoph von Schmid, 1991; Rugel, L., Christoph von Schmids Bewerbung um eine Pfarrstelle, in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 29 (1995), 30-37; Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon 9, 1995, 384-387; Ursula Creutz, Christoph von Schmid, 2004; Neue deutsche Biographie 23, 2007, 144 f.



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