Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Rost

Hans, * 25.6.1877 Bamberg, † 18.4. 1970 Westheim bei Augsburg, Journalist

Von: Gernot Römer / Redaktion (Stand: 18.3.2011)

  • Humanistisches Gymnasium in Bamberg und Münnerstadt, Studium der Germanistik und Staatswissenschaft in Würzburg, Leipzig und München (Dr. oec. publ.). Führte 1904 eine große Wohnungserhebung in Augsburg durch. Anschließend wirkte er 30 Jahre lang bei der Augsburger Postzeitung als Leiter des Ressorts Feuilleton, Kulturpolitik, Literarische Beilage. Der katholische, betont sozial eingestellte Publizist wurde im Dritten Reich in ’Schutzhaft’ genommen. Seine umfangreiche ’Selbstmordbibliothek’ mit Literatur zum Thema aus ethischer, theologischer, kulturgeschichtlicher, medizinischer, gesellschaftlicher und juristischer Sicht wurde in die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg eingegliedert, wo sie kontinuierlich weitergepflegt wird. Gab 1927 eine ’Bibliographie des Selbstmords’ (ND 1991) und 1933-1940 das Jahrbuch für Bücherfreunde ’St. Wiborada’ heraus. Verfasser des noch heute benutzten Grundlagenwerks ’Die Bibel im Mittelalter’ (1939).

Schwäbische Landeszeitung, 25.6.1952; Hans Rost, Erinnerungen aus dem Leben eines beinahe glücklichen Menschen, 1962; Gerhard Hetzer, Kulturkampf in Augsburg 1933-1945, 1982, 41-43; Lothar Braun, Der Publizist Dr. Hans Rost, in: 'Denn wos a rechtä Gärtnä is, ...', 1988, 102-105; Michael Basse, Die Ohnmacht des Suizidologen, in: Universitas 47 (1992), 583-591.



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