Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Römischer Goldmünzenfund

Von: Dr. Lothar Bakker (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Am 6.9.1978 bei Ausgrabungen des Römischen Museums an der Stephansgasse 1 (Erweiterung Gymnasium bei St. Stephan) geborgener Depotfund von 52 Aurei (Goldmünzen) bester Erhaltung, teils prägefrisch; bisher größter römischer Goldfund Süddeutschlands (Römische Münzen). Die Münzen, versteckt wohl in einem Beutel am Fundament eines Steingebäudes, verteilen sich auf nahezu alle Kaiser und Kaiserinnen im Prägezeitraum von Nero (65 n. Chr.) bis Mark Aurel und Lucius Verus (Schlussmünzen 163/164 n. Chr.). Ihre antike Vergrabung nach 164 könnte im Zusammenhang mit den Markomannenkriegen um 170/180 n. Chr. stehen (dazu Vergleichsschatzfund aus Regensburg-Kumpfmühl um 170/172 mit 25 Gold- und ca. 600 Silbermünzen sowie Schmuck).

Horst Wolfgang Böhme, Archäologische Zeugnisse zur Geschichte der Markomannenkriege, in: Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums 22 (1975), 153-217; Leo Weber, Ein Schatzfund römischer Aurei in Augsburg, in: ebenda 28 (1981), 133-170; Lothar Bakker, in: Die Römer in Schwaben, 1985, 240 Taf. IX; Lutz-Michael Dallmeier, Der römische Hort von Regensburg-Kumpfmühl, in: Denkmalpflege in Regensburg, 1991, 40 ff.

Römischer Goldmünzenfund



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