Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Restitutionsedikt

Von: Prof. Dr. Peter Rummel (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Erlass Kaiser Ferdinands II. vom 6.3.1629, der u. a. die Rückgabe aller seit dem Passauer Vertrag (1552) säkularisierten oder von Protestanten vereinnahmten Kirchengüter forderte. Da dies die Augsburger Verhältnisse kaum berührte, griff der Kaiser auf einen Vertrag von 1548 zurück, in dem der Rat ausdrücklich die Jurisdiktion des Bischofs über alle Kirchengüter anerkannt hatte. Bei der Ratswahl am 1.8.1629 durften auf kaiserlichen Befehl hin nur noch Katholiken in den Kleinen Rat gewählt werden. Am 8.8.1629 Entlassung aller evangelischen Prediger und städtischen Bediensteten und Inbesitznahme der evangelischen Kirchen durch die Katholiken. Mit der kampflosen Übergabe Augsburgs an Gustav II. Adolf von Schweden 1632 wurde das Restitutionsedikt hinfällig.

Leonhard Lenk, Augsburger Bürgertum im Späthumanismus und Frühbarock 1580-1700, 1968, 65-68; Bernd Roeck, Eine Stadt in Krieg und Frieden, 1989, 655-680.



Wir freuen uns über Ihre Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge und Ergänzungen zu den einzelnen Artikeln. Allerdings behalten wir uns das Recht vor, ungemessene Kommentare zu ignorieren. Gerne können Sie auch direkt per eMail Kontakt mit uns aufnehmen.

Kommentar zu diesem Artikel verfassen

Name:
Email:

Kommentar:
Bitte abgebildeten Sicherheitscode eingeben:


 



Wißner-Verlag Tel. 0821/25989-0