Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Priol

(Prior), Patrizierfamilie

Von: Dr. Peter Geffcken (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1302-1397 in Augsburg nachweisbar. Erster datierter Beleg ist eine Urkunde von 1302, in der Heinrich (II, † 1324/30) als Stadtpfleger genannt wird. Die Priol müssen aber schon länger in Augsburg ansässig gewesen sein, da ein Jahrtag bei St. Moritz sich auf einen älteren Heinrich (I), wohl den Vater, bezieht. Heinrich (II), eine der wichtigsten politischen Gestalten zu Anfang des 14. Jahrhunderts, amtierte viermal als Stadtpfleger und ist bis zu seinem Tod fast ständig im Rat bezeugt. Mitte des 14. Jahrhunderts werden die Zusammenhänge unklar, denn es lassen sich zwei Familienzweige unterscheiden, in denen der Name Johann dominiert. Der Nekrolog von St. Nikolaus (ein Kloster, dem die Familie nahestand) verzeichnet zudem zwei Mönche dieses Namens. So ist es nach dem Stand der Forschung nicht möglich, einen Johann Priol einzuordnen, dem 1364 zusammen mit seinem Teilhaber Contz Ilsung eine große Sendung Handelswaren arrestiert worden war. Er dürfte aber identisch sein mit Johann Priol, der 1368 den ersten Zunftbrief siegelte, danach bis 1383 als Ratsmitglied ’von Herren’ bezeugt ist und 1398 als letzter des Geschlechts aus den Quellen verschwindet.

Eduard Zimmermann, Augsburger Zeichen und Wappen, 1970, 4415; Fritz Peter Geffcken, Soziale Schichtung in Augsburg 1396-1521, 1995, München Diss. 1983, Anh. 223-226.



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