Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Prinz-Karl-Kaserne

(Ehemalige Infanterie-Kaserne, Von-der-Thann-Straße 37, Schertlinstraße 39)

Von: Günther Grünsteudel / Karl Wahl (Stand: 24.2.2011)

  • 1882/84 erbaute Kaserne für das 1806-1919 in Augsburg stationierte und seit 1866 nach dem Bruder König Ludwigs I., Feldmarschall Prinz Karl von Bayern (1795-1875), benannte 3. Infanterie-Regiment ’Prinz Karl von Bayern’, das zuvor in den Konventgebäuden von Heilig Kreuz und St. Salvator untergebracht war (Garnison). Offizielle Namensverleihung am 4.4.1885 durch König Ludwig II. Die beiden erhaltenen Haupttrakte, späte Beispiele des sog. Maximilianstils (Blankziegelbauweise), werden getrennt durch den Kasernenhof, in dessen Mitte zum 200jährigen Regimentsjubiläum 1898 ein Denkmal errichtet wurde (im Zentrum: Bronzelöwe, die Fahne verteidigend), das später (u. a. 1933) erneuert und z. T. umgestaltet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg Flüchtlings- und Ausländerunterkunft, 1950-1968 im Besitz der US-Streitkräfte, 1969-1994 der Bundeswehr. Ein ehemals zugehöriger Blankziegelbau (Hochfeldstraße 28 1/5) ist heute Jugendstrafanstalt. 1989 wurde das Regimentsdenkmal des K.B. 4. Feldartillerie-Regiments ’König’ aus der Hindenburg-Kaserne in die Prinz-Karl-Kaserne umgesetzt. Am 30.12.1994 erwarb die Stadt Augsburg die Kaserne aus Bundesbesitz. Auf dem Kasernenareal entstand in der Folge ein Wohn- und Gewerbeviertel (’Prinz-Karl-Viertel’) mit den denkmalgeschützten Kasernen-Bauten im Zentrum.

Max Ruith / Emil Ball, Kurze Geschichte des K.B. 3. Infanterie-Regiments Prinz Karl von Bayern, 1890; Beschreibung der Garnison Augsburg vom Standpunkt der Gesundheitspflege, 1900; Josef Mančal, Augsburg in alten Ansichten, 1983, 112; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 245, 396 f., 464 f.



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