Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Pfladermühle

(Pfladergasse 11)

Von: Günther Grünsteudel / Peter Lengle (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Für die Annahme, die Pfladermühle sei bereits im 11. Jahrhundert entstanden und in königichem. Wirtschaftsgebiet gelegen, gibt es keinen Beweis. Erstmals 1276 erwähnt, wurde die Pfladermühle 1288 von Bischof Siegfried (IV.) dem Hochstift vermacht, das die Mühle bis 1803 innehatte. Seit 1707 war die durch den Vorderen Lech gespeiste Pfladermühle im Besitz der Familie Richter. 1876 Abbruch und Neubau mit zeitgemäßer Wasserturbine; 1905 nach Brand völliger Neubau. 1935 erbte der Chemiker und Ernährungswissenschaftler Felix Grandel († 1977) von seiner Mutter, einer geborenen Richter, die Pfladermühle und gründete 1947 als Tochtergesellschaft von ’Richters Pfladermühle’ die ’Keimdiät GmbH’, aus der die heutige Dr. Grandel GmbH (Gesundheits- und Schönheitsprodukte) erwuchs. Die Pfladermühle ist bis heute in Besitz der Familie Grandel.
  • Pfladergasse (Historische Bezeichnung, Jakobervorstadt-Süd, Amtlicher Stadtplan K 8).

Walter Groos, Zur Augsburger Stadtentwicklung, in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 34 (1972), 826 ff.; Georg Kreuzer, Augsburg in fränkischer und ottonischer Zeit, in: Geschichte der Stadt Augsburg von der Römerzeit bis zur Gegenwart, 21985, 119; Alte Firmen der Stadt und der Wirtschaftsregion Augsburg, 1993, 123 f.; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 35.



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