Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Pfister

Narcissus, * ca. 1360/65 Augsburg (?), † nach 1434 Augsburg, Dominikaner, später Benediktiner

Von: Dr. Günter Hägele (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1387 Profess in St. Magdalena. 1398 Lektor im Dominikanerkloster Speyer, 1400 Lektor am Studium generale der Dominikaner in Köln. Seit 1406 Studium an der dortigen Universität (1409 Dr. theol.). Angesehener Lehrer an der Universität Köln. 1416 mit einer Empfehlung der Stadt Köln Rückkehr nach Augsburg. Bereits 1418 urkundlich als Mönch in St. Ulrich und Afra (Benediktiner) belegt; Gründe für den Ordenswechsel sind nicht bekannt. Bereicherte die Bibliothek des Klosters um zahlreiche Handschriften vor allem philosophischen und theologischen Inhalts, darunter auch von ihm selbst verfasste Sentenzen- und Bibelkommentare. 1402 kopierte er das heute im Original verlorene Testament des Albertus Magnus, das dadurch der Nachwelt erhalten blieb. Soll einer nicht näher bezeichneten Dominikanerchronik zufolge (Placidus Braun) Angehöriger der gleichnamigen Augsburger Patrizierfamilie gewesen sein; Quellenbelege fehlen bislang.

Ludger Meier, Der Studiengang des Ex-Dominikaners Narcissus Pfister OSB an der Universität Köln, in: Archivum fratrum praedicatorum 4 (1934), 228-257; Walther E. Vock, Die Urkunden des Hochstifts Augsburg 769-1420, 1959, Nr. 766; Die Handschristen der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg 2, 1978, 91 f.; 3, 1984, 146 f., 226-229; 4, 1989, 14 f., 52-54, 155-157; 5, 1993, 70 f., 139 f.; Thomas Kaeppeli, Scriptores ordinis praedicatorum medii aevi 3, 1980, 139; Erich Meuthen, Kölner Universitätsgeschichte 1, 1988, 145, 151, 155; Walter Senner, Blühende Gelehrsamkeit, 1998.



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