Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Münzmeister

(Monetarius de Werdea), Patrizierfamilie

Von: Dr. Peter Geffcken (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1360-1367 in Augsburg nachweisbar. In Donauwörther Quellen ist die Familie seit den 1270er Jahren fassbar. Unklar ist, ob die Bezeichnung ’Monetarius’ im ausgehenden 13. Jahrhundert noch als Beleg für eine Amtstätigkeit gewertet werden kann, oder nur noch Geschlechtsname ist. 1360 erwarb Sibot (II) Münzmeister von Werd († 7.2.1367) Augsburger Bürgerrecht. Grund für die Übersiedelung war seine wohl kurz zuvor geschlossene (zweite?) Ehe mit einer Tochter Johann Rappolts. In Donauwörther Urkunden ist er – zumeist mit seinem Bruder Friedrich (III) – schon seit Ende der 1320er Jahre fassbar, 1342/43 amtierte er als ’Amman’. Den engen Beziehungen zu den einflußreichen Rappolt (Rüdiger, der Bruder seiner Frau, war mit Anna Münzmeister verheiratet) verdankte er wohl die rasche Aufnahme in den Rat. 1362 wurde er zum Stadtpfleger gewählt, 1365/66 erscheint er als Pfleger des Heilig-Geist-Spitals. Kinder gingen aus der späten Ehe nicht hervor. Mit seinem Tod schied die Familie wieder aus dem Patriziat aus.

Eduard Zimmermann, Augsburger Zeichen und Wappen, 1970, 4589; Fritz Peter Geffcken, Soziale Schichtung in Augsburg 1396-1521, 1995, München Diss. 1983, Anh. 232 f.



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