Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Müller

Johann (I, auch Miller), * um 1420/1425 Augsburg, † 1498/1509 Augsburg, Goldschmied

Von: Dr. Peter Geffcken (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Sohn des salzfertigerzünftigen Konrad (II, † 1436/37). 1465 Pfleger des Hirnschen Seelgeräts, 1476 Mitglied der Münzerhausgenossenschaft. Nach Heirat ab 1446 selbstständig veranlagt; versteuerte schon damals ein beachtliches Anschlagvermögen von 420 fl, das bis 1472 auf 900 fl anstieg. Zählte in den 1470er Jahren zu den vermögensten Augsburger Goldschmieden. 1454-1484 Besitz eines Hauses an der ’unteren Metzg’ (Waldburgisches Lehen). Ende der 1480er Jahre wird Vermögensrückgang erkennbar; die Witwe Margarethe erscheint 1509 als Pfründnerin im Heilig-Geist-Spital. 1470 schuf er eine Silbermonstranz für St. Moritz, das älteste nachgewiesene Goldschmiedewerk der Spätgotik in Augsburg (Diözesanmuseum St. Afra). Auch seine Nachkommen waren Goldschmiede: Der Sohn Matthäus (I, † 1492/94) starb noch vor dem Vater, ein Enkel Johann (II) übersiedelte um 1515 nach Feldkirch, der zweite, Matthäus (II), bald darauf nach Lindau.

Brunp Bushart, Kunst und Stadtbild, in: Geschichte der Stadt Augsburg von der Römerzeit bis zur Gegenwart, 21985, 233.



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