Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Mozart

Anton, * 1572/73 wohl Augsburg, † 13.5.1625 Augsburg, Maler, Miniaturist, Zeichner

Von: Dr. Gode Krämer (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Seit 1587 Schüler seines Vaters, des Malers Christoph Mozart (auch Motzhart). Frühe Landschaften zeigen niederländischen, vielleicht durch den in Nürnberg arbeitenden Lucas van Valckenborch vermittelten Einfluss. 1598 Meisterrecht in Augsburg, wo er 1602-1623 Lehrlinge vorstellte. Maler kleinformatiger Kabinettbilder und Kunstkammerstücke, häufig auf Kupfer, mitunter auf Alabaster oder Lapislazuli. Vielbeschäftigter Miniaturist und Wappenmaler für Stammbücher. Häufig in Philipp Hainhofers Korrespondenz erwähnt und empfohlen. Schuf 1615/16 die noch erhaltene Gemäldeausstattung des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Pommerschen Kunstschranks (Kunstgewerbemuseum Berlin, Inv. Nr. P 183). Die evangelische Malerfamilie Mozart gehört nicht zu den unmittelbaren Vorfahren der Musikerfamilie Mozart. Zwei Miniaturen und sechs Zeichnungen im Besitz der Kunstsammlungen Augsburg.

Ludwig Wegele, Der Augsburger Maler Anton Mozart, 1969; Deutsche Barockgalerie. Katalog der Gemälde, 21984, 187; Meisterzeichnungen des deutschen Barock, 1987, 100-103; Marion Rudelius-Kamolz, Der Augsburger Maler Anton Mozart, Diss. Köln 1995.



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