Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Molitor

Heinrich (Müller), * um 1420 Oettingen, † 1482/83 Augsburg, Schreiber, wohl auch Buchmaler

Von: Ulrich Merkl (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Schrieb als Weltlicher zwischen 1448 und 1479 zahlreiche geistliche Handschriftnen für die Klöster Tegernsee und Scheyern (alle Bayerische Staatsbibliothek München). Sämtliche von Molitor geschriebenen Bücher sind mit Ranken und Initialen illuminiert. Ob Molitor, der stets nur als ’cirographus’ und ’scriptor’ signierte, auch die bildliche Dekoration seiner Werke ausführte, ist ungeklärt. 1472-1482 in Augsburg ansässig, wo er die ’sturia minor’ entrichtete und demzufolge wohl in bescheidenen Verhältnissen lebte.

Carl Wehmer, Augsburger Schreiber aus der Frühzeit des Buchdrucks, in: Beiträge zur Inkunabelkunde NF 2 (1938), 108-127; Johannes Wilhelm, Augsburger Wandmalerei 1368-1530, 1983, 530-533; Eberhard König, Möglichkeiten kunstgeschichtlicher Beiträge zur Gutenberg-Forschung, in: Gutenberg-Jahrbuch 1984, 83-102; Ders., Augsburger Buchdruck an der Schwelle zur Frühdruckzeit, in: Augsburger Buchdruck und Verlagswesen, 1997, 184-192.



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