Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Merkurbrunnen

(Maximilianstraße, Moritzplatz)

Von: Ulrich Kirstein (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Modell von Adrian de Vries, gegossen von Wolfgang Neidhart. 1599 vollendet, 1752 Erneuerung des Pfeilers in Rotmarmor unter Hinzufügung der beiden Kartuschen. Über mehrfach profiliertem, hohen Pfeilersockel erhebt sich die überlebensgroße Bronzestatue des Götterboten und Gottes der Kaufleute und Diebe, Merkur, mit Flügelhaube, Flügelschuhen und Caduceus. Vorbild für die Figur waren die zahlreichen ’mercurio-volante-Statuetten’ Giambolognas, dessen Schüler de Vries war. Als kompositorisches Element dieser allansichtigen Plastik dient der kleine Amor, der, je nach Interpretation, die Flügelsandalen des Gottes bindet (ihn zum Wegfliegen auffordernd) oder löst (ihn am Gehen hindernd). Bereits 1595 hatte Markus Welser in seinen ’Antiqua Monumenta’ ein kurz vorher bei St. Ulrich und Afra entdecktes Merkurrelief publiziert, das die Bedeutung dieses Gottes in der Römerzeit unterstrich. Kleinster und anmutigster der drei Augsburger Monumentalbrunnen.

Lars-Olof Larsson, Adrian de Vries, 1967; Bruno Bushart, Die Augsburger Brunnen und Denkmäler, in: Welt im Umbruch 3, 1981, 82-94; Helmut Friedel, Bronzebildmonumente in Augsburg 1589-1606, 1974, 59-71; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 320 f.

Merkurbrunnen auf undatierten Stich

Merkurbrunnen (Foto: Bernd Wißner)



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