Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Meisterlin

Sigmund (Sigismund), * wohl um 1435 vermutlich Augsburg, † nach 1491 vielleicht Augsburg, Benediktiner, Geschichtsschreiber

Von: Dr. Norbert Hörberg (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Trat schon früh ins Kloster St. Ulrich und Afra ein. Legte 1456 Sigmund Gossembrot seine Augsburger Stadtgeschichte vor. Anschließend Studienaufenthalt im Reformkloster St. Justina, Padua. Von dort Briefwechsel mit Augsburger Humanisten-Freunden. Zwischen 1461 und 1476 Aufenthalte in den Klöstern St. Gallen und Murbach im Elsass, als Kaplan und Sekretär des Grafen Ulrich von Oettingen und im elsässischen Benediktinerpriorat Rufach. Danach Prediger in Würzburg mit Pfarrpfründe in Laudenbach, schließlich seit 1481 Prediger bei St. Sebald in Nürnberg mit Pfründe zu Grundlach. 1489 Pfarrer in Feucht. Verließ 1491 die Nürnberger Gegend und beschloss seine Tage möglicherweise in seinem Heimatkloster. Mit drei Werken zur Augsburger Stadt- und Kirchengeschichte nachhaltiger Einfluss auf die städtische Geschichtsschreibung des Frühhumanismus.

Paul Joachimsohn, Die humanistische Geschichtsschreibung in Deutschland, 1895; Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon 6, 21987, 355-366; Neue deutsche Biographie 16, 1990, 730.



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