Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Lutz

* 20.8.1922 Wolfratshausen, † 18.5.1986 Stift Zwettl/Niederösterreich, Historiker

Von: Dr. Volker Dotterweich (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Sein Vater August Lutz (1887-1975) war Diplomingenieur und technischer Direktor der Augsburger Siemens-Niederlassung. Besuch des Gymnasiums bei St. Stephan, Studium der Geschichte und Klassischen Philologie in München (Promotion 1952). 1953-1960 am Deutschen Historischen Institut Rom, 1961 Habilitation in München, 1962/63 Professor an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Passau, 1963 Ordinarius für Geschichte der Neuzeit in Saarbrücken, seit 1966 in Wien. 1980/81 einer der beiden ersten Stipendiaten des Historischen Kollegs München. Mitglied der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 1985 deren Präsident. Erhielt in Augsburg seine humanistische Bildung und katholische Prägung. Beschäftigte sich anfangs mit der Zeit des Humanismus, promovierte über Konrad Peutinger. Schwerpunkte seines umfangreichen wissenschaftlichen Werks bilden einerseits die Politik Karls V., die Epoche der Reformation, insbesondere die Entstehung des Augsburger Religionsfriedens von 1555, andererseits die Rolle Österreichs in der deutschen Geschichte des 19. Jahrhunderts. Eine beeindruckende Synthese von Politik, Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft stellt sein letztes großes Werk ’Zwischen Habsburg und Preußen. Deutschland 1815-1866’ (1985) dar.

Karl Otmar von Aretin, Nachruf, in: Historische Zeitschrift 244 (1987), 487-493; Neue deutsche Biographie 15, 1987, 567 f.; Eberhard Weis, Heinrich Lutz, in: Historisches Jahrbuch 108 (1988), 515-518; Die Einheit der Neuzeit. Zum historischen Werk von Heinrich Lutz, 1988.



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