Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Luscinius

Othmar (Nachtigall), * um 1478/80 Straßburg, † 1537 Freiburg/Breisgau, Gräzist, Jurist, Theologe, Organist, Komponist

Von: Dr. Josef Mančal (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Studium in Straßburg, Heidelberg, Löwen und Wien; dort Orgel- und Kompositionsunterricht bei Wolfgang Greffinger, einem Schüler Hofhaimers. Vorlesungen über Musik an der Universität Wien. Während des Reichstags 1510 in Augsburg als Gast in St. Ulrich und Afra. Zusammentreffen mit Veit Bild, Nikolaus Ellenbog, Konrad Peutinger und wahrscheinlich Sebastian Virdung, dessen ’Musica getutscht’ er in lateinischer Übersetzung und Bearbeitung als ersten Teil seiner ’Musurgia’ verwendete. 1511-1514 erneutes Studium in Paris. Rückkehr nach Straßburg, 1514-1520 dort Stiftsorganist; es entstanden Musiktraktate (’Institutiones musicae’, ’Musurgia’) und Orgelkompositionen. 1523 erneut Gast in St. Ulrich und Afra. 1525 von Jakob Fugger für ein Patronat von St. Moritz präsentiert; vermittelte für Raymund Fugger d. Ä. Kontakte zu Erasmus von Rotterdam und Heinrich Glarean; widmete Anton Fugger seine Schrift ’Seria iocique’ (1529). Erhielt im September 1528 als Gegner der Reformation Predigtverbot, worauf er die Stadt verließ. Anschließend Prediger am Freiburger Münster.

Die Musik in Geschichte und Gegenwart 8, 1960, 1327 f.; The new Grove dictionary of music and musicians 11, 1980, 340; Neue deutsche Biographie 15, 1987, 531 f.; Franz Krautwurst / Wolfgang Zorn, Bibliographie des Schrifttums zur Musikgeschichte der Stadt Augsburg, 1989.



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