Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Lingg

Maximilian von, * 8.3.1842 Nesselwang, † 31.5.1930 Faulenbach, Bischof von Augsburg 1902-1930

Von: Prof. Dr. Peter Rummel (Stand: 25.08.2010)

  • Nach Besuch des Gymnasiums bei St. Stephan Studium der Theologie an der Universität München, wo er die hitzigen Diskussionen um die Frage der päpstlichen Unfehlbarkeit miterlebte, die die Theologische Fakultät in Befürworter und Gegner Ignaz von Döllingers spaltete. 1865 Priesterweihe, danach als Seelsorger tätig. 1869 Promotion zum Dr. iur. utr. 1869-1874 Erzieher der wittelsbachischen Prinzen Alfons und Ludwig Ferdinand; enge Verbindungen zum bayerischen Königshaus. 1874 Professor für Kirchenrecht und Kirchengeschichte und 1881 Domkapitular in Bamberg. 1888 Promotion zum Dr. theol. 1902 Bischof von Augsburg. Auf seine Veranlassung hin 1911 Gründung des Jugendfürsorgevereins, 1915 des Caritas-Verbands für die Stadt Augsburg (seit 1921 Caritasverband für die Diözese Augsburg). Errichtete neue Pfarreien in Augsburg und berief 1919 und 1927 nach über 300 Jahren wieder Diözesansynoden ein. Ließ 1910/12 in Dillingen ein neues Priesterseminar bauen. 1927 Ehrenbürger von Augsburg. Bayerischer Personaladel.

Engelbert M. Buxbaum, Maximilian von Lingg, 1981; Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder 1785/1803 bis 1945, 1983, 450 f.; Peter Rummel, Die Augsburger Bischöfe, Weihbischöfe und Generalvikare vom 17. Jahrhundert bis zum 2. Vatikanischen Konzil, in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 24 (1990), 63-65; Neue deutsche Biographie 14, 1985, 624 f.

Bischof Maximilian von Lingg



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