Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Lindenmeyer

Von: Günther Grünsteudel (1) / Madlen Bregenzer (2) (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1) Otto, * 2.6.1866 Merchingen (Baden), † 25.5.1952 Augsburg, Industrieller. Nach langjähriger Auslandstätigkeit in der Textilbranche (Schweiz, England, Balkan) 1911-1942 Vorstand und kaufmännischer Direktor der Mechanischen Baumwoll-Spinnerei und Weberei Augsburg (SWA), seit 1937 Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor des Unternehmens. Aufgrund seiner Verdienste um die bayerisch-schwäbische Wirtschaft wurde ihm der Titel Kommerzienrat verliehen. Seit 1942 Mitglied und zeitweilig Vorsitzender des Aufsichtsrats der SWA. Jahrzehntelanges Engagement in den Fachverbänden der deutschen Baumwollindustrie (Reichsverband der Deutschen Industrie, 1. Vorsitzender des Vereins Süddeutscher Textilindustrieller etc.).
  • Otto-Lindemeyer-Straße (1937, Stadtbezirk Am Schäfflerbach, Amtlicher Stadtplan L 8/9; zuvor: Garbenstraße).
  • 2) Helmut, * 17.5.1904 Bukarest, † 26.10.1974 Bozen, evangelischer Theologe, Kirchenrat. Sohn von 1), kam sechsjährig nach Augsburg. Nach dem Gymnasium bei St. Anna Studium der Theologie in Tübingen, Berlin, Kiel und Zürich (Dr. phil. in Erlangen). 1932 Pfarrer in Bozen, 1936 in Berchtesgaden. 1945-1974 Dekan des Evangelisch-Lutherischen Kirchenbezirks Augsburg. Große Verdienste um den Wiederaufbau kriegszerstörter Kirchen (St. Anna, St. Jakob, Barfüßerkirche) und Pfarrhäuser. Maßgeblich beteiligt an Kauf und Renovierung des alten Gymnasiums bei St. Anna im Annahof (Hollbau) für die Evangelische Gesamtkirchenverwaltung (1967). Der leidenschaftlich für die Ökumene tätige Lindenmeyer war bis zu seinem Tod Redakteur der Augsburger Kirchenzeitung und ein weithin bekannter Rundfunkprediger.

100 Jahre Mechanische Baumwoll-Spinnerei und Weberei Augsburg, 1937; Augsburger Allgemeine, 26.5.1952; Trümmer, Jeeps und leere Mägen, 1995, 48, 59.

Otto Lindenmeyer



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