Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Licinio

Giulio, * 1527 Venedig, † vor 12.7.1593 (wohl 1591) Prag, Maler, Freskant

Von: Dr. Gode Krämer (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Bis 1559 in Venedig tätig. Am 16.9.1559 erstmals in Augsburg erwähnt, im August 1560 nach Auseinandersetzungen mit der Malerzunft Bürger- und Meisterrecht. Freskierte 1561 die Fassade des Rehlinger-Hauses, das, 1944 schwer beschädigt, 1948 abgerissen wurde. Die Fassadenmalereien sind durch Kopien von August Brandes (1903) und Karl Nicolai (1925; Kunstsammlungen Augsburg, Inv. Nr. 9437, 9445) sowie durch Fotos vor dem Abriss und Freskenreste in den Kunstsammlungen Augsburg (Inv. Nr. 9864-9867) gut dokumentiert; ebenso, durch Eintragungen in den Malerbüchern von 1560 (Stadtarchiv Augsburg), die Auseinandersetzungen zwischen Licinio und seinem Auftraggeber Hieronymus Rehlinger einerseits und der Malerzunft andererseits. Seit 1564 Hofmaler Kaiser Maximilians II. in Prag.

Adolf Buff, Augsburg in der Renaissancezeit, 1893, 68 f.; I pittori Bergamaschi dal XIII al XIX secolo 2, 1976, 515 f.; Welt im Umbruch 1, 1980, 271-273; Doris Hascher, Fassadenmalerei in Augsburg vom 16.-18. Jahrhundert, 1996.

Giulio Lincino: Fassadenmalerei am Rehlingerhaus



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