Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Lichtenau

Heinrich (IV.) von, * 1443/44 Bedernau/Mindelheim ?, † 12.4.1517 Dillingen, Bischof von Augsburg 1505-1517

Von: Prof. Dr. Georg Kreuzer (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Entstammte einem wohl ursprünglich welfischen Ministerialengeschlecht, das seinen Stammsitz auf einer (abgegangenen) Burg bei Mindelzell (Landkreis Günzburg) hatte. Schon als Kind Kanoniker am Chorherrenstift Wiesensteig. Ab 1463 Studium an der Universität Freiburg/Breisgau. Backalaureus der Artes 1464/65. Nach Studien der Rechtswissenschaften in Pavia (Dr. iur.utr.) 1473 Kanoniker am Augsburger Dom. 1477 Offizial und 1485 Generalvikar. Am 1.4.1505 einstimmige Wahl zum Nachfolger Bischof Friedrichs von Zollern. Weihe am 27.7.1505 in der Dillinger Pfarrkirche. Der streng auf Klosterzucht achtende Oberhirte war dem Humanismus zugeneigt und mit Johann Eck befreundet. Zeitlebens treu zu Kaiser Maximilian I. stehend, veranstaltete er am 13.7.1506 eine Bistumssynode zu Dillingen. Schwerkrank erhielt er noch kurz vor seinem Tod Christoph von Stadion als Koadjutor. In der Kapelle St. Gertrud im Dom beigesetzt.

Friedrich Zoepfl, Das Bistum Augsburg und seine Bischöfe im Mittelalter, 1955, 536-564; Peter Rummel, Die Augsburger Diözesansynoden, in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 20 (1986), 26 f.; Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1448-1648, 1996, 421 f.



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