Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Leybold

Ludwig, * 5.8.1833 München, † 24.3.1891 Augsburg, Architekt, Stadtbaurat

Von: Ulrich Kirstein / Dr. Hermann Kießling (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • 1847-1849 Gewerbeschule und 1849-1853 Polytechnikum, Ingenieurschule und Kunstakademie in München. Nach Tätigkeiten bei der königlichen Eisenbahnkommission in München (1854) und als Zeichenlehrer an der Gewerbeschule in Kaiserslautern 1858 Bauassistent und als solcher 1860 nach Kaufbeuren versetzt. Studienreisen nach Italien, Holland, Belgien, London und Paris. 1863 Zivilingenieur in Augsburg, ab 1864 Ingenieur beim Stadtbauamt unter Jakob Graff, dessen Nachfolge als Stadtbaurat er 1866 antrat. Außer zahlreichen Privatbauten (z. B. an der Hermanstraße) u. a. 1872/73 St. Anna-Volksschule im Stil der italienischen Renaissance und 1889/90 Erweiterungsbau des Rathauses. Sein Wirken war aber insbesondere durch städtebauliche Initiativen geprägt. Stellte nach der Niederlegung der Stadtbefestigung die Weichen für eine großzügige Entwicklung mit Schwerpunkt im Westen der Stadt, u. a. durch Anlage der westlichen Wallstraße (Klinkertor-, Volkhart-, Fuggerstraße und Konrad-Adenauer-Allee). Die exakten Zeichnungen des unter ihm erstellten Bauaufnahmewerks des Rathauses waren neben alten Fotos, ergänzt durch zahlreiche bemaßte Skizzen der Ausstattungselemente, die wichtigste Grundlage für die Wiederherstellung des Goldenen Saals und des nordwestlichen Fürstenzimmers (Skizzenbuch im Stadtarchiv)
  • Leyboldstraße (Hochfeld, Amtlicher Stadtplan I, K 10).

Adolf Buff, Das Rathaus von Augsburg, 1886; Architektur des 19. Jahrhunderts in Augsburg, 1979; Augsburg und sein Rathaus, 1985; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 46, 138, 280, 394 f.; Hermann Kießling, Der Goldene Saal und die Fürstenzimmer im Augsburger Rathaus, 1997.



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