Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Kunstverein Augsburg

Von: Günther Grünsteudel (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Erster Vorsitzender des 1833 gegründeten Kunstvereins war Fürst Anton Anselm Fugger-Babenhausen († 1836), der die sog. Badstuben im Fuggerhaus Lit. B 208 (Zeugplatz 7) als Vereinslokal zur Verfügung stellte. Zwischen 1833 und 1907 stieg die Zahl der Mitglieder von 270 auf 837, darunter zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Seit 1837 Austausch mit Kunstvereinen in ganz Deutschland. In den 1890er Jahren wurde das Mietverhältnis für die Räume im Fuggerhaus gelöst. Nach provisorischer Unterbringung erwarb der Kunstverein 1904/05 ein Grundstück mit Gartenpavillon an der Hallstraße; das dort errichtete Kunstvereinshaus (Architekt: Max Wanner, Jack & Wanner) wurde 1907 eröffnet. Während des Ersten Weltkriegs ruhte das Vereinsleben; erste Nachkriegsausstellung erst 1922. Nach der Machtergreifung konnten noch bis 1937 Ausstellungen damals bereits verfemter Künstler (Dix, Beckmann, Klee, Delaunay, Kokoschka u.a.) organisiert werden. Dem Druck, auch in Augsburg eine Ausstellung ’Entartete Kunst’ nach Münchner Vorbild (1937) zu zeigen, konnte sich der Kunstverein entziehen; noch 1939 war eine Ausstellung Fritz Koelle gewidmet. Ab 1940 musste der Kunstverein ins Maximilianmuseum ausweichen; das zweckentfremdete Vereinshaus (Lebensmittelkartenstelle) wurde im Februar 1944 zerstört. Neugründung des Kunstvereins erst 1963. Die Ausstellungen fanden zunächst im Goldenen Saal, später im Zeughaus und im Holbeinhaus statt. 1996 überließ die Stadt dem Kunstverein das Holbeinhaus zur Nutzung bei teilweiser Kostenübernahme.

150 Jahre Kunstverein Augsburg, in: Augsburg-Journal 1983, H. 4., 28-38; Vom Kunstverein Augsburg, 1983; Franz Häußler, Augsburg 1930-1955, 1993, 27; S. Gelfert, Der Kunstverein Augsburg 1833-1995, in: Bildhauer ’95 in Deutschland, 1995.



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