Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Kumpfmüller

Joseph, * 2.5.1869 Schwarzenberg, † 9.2.1949 Augsburg, Bischof von Augsburg 1930-1949

Von: Prof. Dr. Herbert Immenkötter (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Benediktiner-Gymnasium in Metten, ab 1887 Studium am Collegium Germanicum in Rom, dort 1894 Priesterweihe und Promotion zum Dr. theol. et phil. 1896 Sekretär des Bischofs von Regensburg, 1908 Domprediger, 1917 Dompfarrer in Regensburg. Übernahm als Bischof von Augsburg den Generalvikar seines Vorgängers Maximilian von Lingg, Franz Xaver Eberle, der als versierter und weltgewandter Kirchenpolitiker das Bistum nach außen vertrat. Kumpfmüller selbst war den politischen Anforderungen, die sein Amt, zumal im Dritten Reich, an ihn stellte, nicht gewachsen. Persönlich sehr fromm, hielt er streng am Althergebrachten fest und war auch allen Versuchen liturgischer Erneuerung abhold. Mit der Gründung der ’Christlichen Wohnungshilfe’ 1945 gelang ihm zusammen mit Eberle eine bahnbrechende Leistung (Ulrichswerk).

Augsburger Katholische Kirchenzeitung, 20.2.1949; Gerhard Hetzer, Kulturkampf in Augsburg 1933-1945, 1982; Peter Rummel, Die Augsburger Bischöfe, Weihbischöfe und Generalvikare vom 17. Jahrhundert bis zum 2. Vatikanischen Konzil, in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 24 (1990), 66-68; Helmut Witetschek, Dem christlichen Humanum verpflichtet, in: Vom christlichen Glauben geprägt, 1992, 71-114.

Josef Kumpfmüller



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