Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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KUKA

(früher: Keller & Knappich, Blücherstraße 144, Zugspitzstraße 140)

Von: Günther Grünsteudel (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Seit 1898 produzierten Hans Keller und Jakob Knappich in Augsburg Acetylen-Generatoren für Beleuchtungskörper, 1905 Umstellung der Produktion auf autogene Schweißgeräte. Im Ersten Weltkrieg Rü­stungsbetrieb. 1916 Neubau der Firmengebäude Ulmer Straße 72-76 nach Plä­nen von Leo Kalbitz. Seit den 1920er Jahren zusätzlich Produktion von Kommunalfahrzeugen. Nach der Weltwirtschaftskrise weiterer Aufschwung, Rüstungsaufträ­ge. Im Februar 1944 Teilzerstörung. Nach Kriegsende zunächst Produktion elektrischer Schweißgeräte, seit 1948 auch wieder Müllfahrzeugbau. Neu hinzu kamen u. a. Textil- und Schreibmaschinen (1964 bzw. 1968 aufgegeben). 1950 Übernahme durch die Quandt-Gruppe. Ab 1958 Inbetriebnahme des neuen Werksgeländes (ca. 190.000 qm) in Lechhausen. 1970 Fusion mit der Industrie-Werke Karlsruhe AG zur Industrie-Werke Karlsruhe-Augsburg AG (IWKA); innerhalb der Zweigniederlassung Augsburg entstanden die Geschäftsbereiche Schweiß-, Wehr- und Umwelttechnik, aus denen 1980 selbstständige Gesellschaften innerhalb der IWKA-Gruppe wurden: KUKA Schweißanlagen + Roboter GmbH (Blücherstraße 144), KUKA Wehrtechnik GmbH (Zugspitzstraße 140) und KUKA Umwelttechnik GmbH (1983 an Faun verkauft). 1983 wurde die KUKA Dienstleistungs GmbH gegründet. 1986 Ausgliederung der Roboterfertigung in die selbstständige KUKA Roboter GmbH (Blü­cherstraße 144). Auf dem Lechhauser Betriebsgelände waren 1996 2300 Mitarbeiter beschäftigt.

Alte Firmen der Stadt und der Wirtschaftsregion Augsburg, 1993, 176-179; Bernt von Hagen / Angelika Wegener-Hüssen, Stadt Augsburg, 1994, 440.

KUKA, ehemaliges Fabrikgebäude an der Ulmer Straße



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