Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Krölin

Anna, * 1538 Augsburg, † 10.8.1589 Augsburg, Meisterin des Klosters Maria Stern

Von: Dr. M. Beda Rauch (Stand: 20.8.2009)

  • 1563 Eintritt in den Orden, ab 1567 Meisterin des Klosters Maria Stern, das nach den Wirren der Reformation überaltert war. Gilt als 2. Gründerin des Sternklosters. Krölin verfügte über Kontakte zur Familie Rehlinger und scheint mit der Familie Peutinger verwandt gewesen zu sein; Christoph Peutinger, ein Sohn Konrad Peutingers, leistete Hilfestellung beim Bau der Sternkirche (1574-1576), mit dem Krölin Johannes Holl beauftragte. Neben diesem Hauptwerk gelang der Meisterin auch eine innere Reform der Gemeinschaft: 1586 neue Statuten im Einklang mit dem Konzil von Trient, Neuordnung des Stundengebets, Gebetsbruderschaften mit den Klöstern Irsee und Fürstenfeld, Vorbereitung der formellen Wiederaufnahme des Klosters in die Straßburger Konventualen-Provinz (1588). Anna Krölin wurde als erste in der Gruft der Sternkirche beigesetzt. Der Anna-Krölin-Platz in der Wohnanlage „Residenz an der Kahnfahrt“ erinnert seit 2008 an sie.

Irmengard Baumann, Augsburg, Franziskanerinnenkloster St. Maria Stern, in: Bavaria Franciscana Antiqua 4, 1958, 515-658; Herbert Immenkötter, Geschichte des Klosters Maria Stern in Augsburg, in: Von Gottes Stern geführt 1, 2008, 51 ff.



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